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Nachdem Sie die Erkennung mit den neuen Equalizer-Einstellungen wiederholt haben, erhalten Sie das Ergebnis wie in Abbildung 3, wo die ersten vier Sekunden des Spektograms zu sehen sind (das Bild wurde zweifach verkleinert).

Abbildung 3

Bei diesem Spektrogram können Sie sehen, dass einige unnötige Noten enthalten sind. Um dies zu vermeiden, muss man verstehen, woher sie kommen. Am Anfang einer Note entsteht eine Anzahl von atonalen Frequenzen, d.h. Frequenzen, die nicht durch den Grundton teilbar sind. Hierbei handelt es sich weder um den Grundton, noch um Obertöne. Da jedes Instument bestimmte Frequenzen resoniert (durch die Saiten bei der Gitarre; die Luftröhre bei Blasinstrumenten etc.) verklingen alle ungewollten Frequenzen ziemlich schnell. Außerdem klingen diese ungewollten Frequenzen deutlich leiser als der Hauptton. Folglich sind die meisten Noten, die verworfen werden sollen, kurz und leise.

Figure 4

Einer der wichtigsten Erkennungsparameter ist die Anzahl von Noten, die gleichzeitig erklingen. Der WIDI-Algorithmus seperiert sie abhängig von ihrer Lautstärke - die lautesten Noten werden entsprechend der eingestellten Anzahl erkannt, der Rest wird verworfen. Da die Obertöne mancher Noten lauter sein können als die Grundfrequenzen andere Noten (wie es mit den Obertönen der Flöte in diesem Stück ist), sollte dieser Parameter etwas höher eingestellt werden als die reale Anzahl von Stimmen. Wenn wir uns die Quellaufnahme dahingehend noch einmal anhöhren, stellen wir fest, dass fünf Stimmen auftreten: vier Gitarren-Saiten und die Flöte gleichzeitig. Setzen Sie die Polyphonie auf 6 wie in Abbildung 4.

Wählen Sie den Pitch->MIDI-Tabulator in den Erkennungs-Einstellungen und setzen Sie den Polyphoniewert auf 6.

Abbildung 5

Wiederholen Sie die Erkennung und schauen Sie sich das Spektrogram an. Achten Sie besonders auf den Teil zwischen 4 und 7,5 Sekunden. Sie sehen, dass die Zahl der ungewollten Noten abgenommen hat - es sind aber immer noch einige. Deshalb sollten Sie die minimale Notenlänge verkürzen. Werfen Sie einen Blick auf diesen Teil des Spektrograms und wählen Sie einige dieser falschen, kurzen Noten mit der Maus. Stellen Sie die minimale Notenlänge auf einen Wert, der ein kleines bisschen länger ist as die Länge dieser ungewollten Noten. Abbildung 5 zeigt das Erkennungsergebnis mit einigen ungewollten Noten, die rot eingekreist und mit Längenangaben versehen sind. Stellen Sie die minimale Länge auf 65 ms (Abbildung 6).

Abbildung 6

Wählen Sie den Pitch->MIDI-Tabulator in den Erkennungs-Einstellungen und setzen Sie die minimale Notendauer auf 65 ms.
Nachdem Sie die Erkennung wiederholt haben, sehen Sie, dass alle eingekreisten ungewollten Noten verschwunden sind (Abbildung 7).

Abbildung 7

Nun widmen wir unsere Aufmerksamkeit der Synchronisation von Noten mit unterschiedlichen Tonhöhen (Abbildung 8). Die beiden angewählten Noten, die nach etwa 44 Sekunden vorkommen, sollten gleichzeitig erklingen, aber die Bassnote hinkt hinterher.

Abbildung 8

Das liegt daran, dass der Einsatz der Bassnote nicht präzise genug definiert ist. Beachten Sie bitte, dass in den meisten Fällen Basstöne abhängig von dem verwendeten Erkennungs-Algorithmus nach vorne oder nach hinten verschoben werden. Diese voraussehbare Verschiebung der Basstöne kann durch Einstellung der Erkennungs-Parameter korrigiert werden. Eine genaue Beschreibung, wie Sie dies tun können, finden Sie in der folgenden Erklärung, die mit Abbildung 9 illustriert ist. Diese Vorgehensweise verbessert die Synchronisation von Noten unterschiedlicher Tonhöhen. Wie Sie das Erkennungsergebnis mit dem Audio-Original synchronisieren, erfahren Sie weiter unten.

Abbildung 9

Öffnen Sie die Erkennungs-Einstellungen und wählen Sie den Wave->Pitch Tabulator. Bewegen Sie den (Zeitkorrektur im Bass)-Regler einige Punkte nach rechts. Es wird Ihnen nicht immer gelingen, auf Anhieb die richtige Position zu finden - in unserem Fall war der erste Versuch 4 Punkte, was aber nicht ausreichte. Die Verschiebung wurde auf 7 Punkte erweitert, wodurch der Einsatz der betroffenen Noten von 60 auf 20 Millisekunden vorgezogen wurde.
Abbildung 10 zeigt das Erkennungsergebnis nachdem der Bass-Zeitkorrektur-Parameter geändert wurde.

Figure 10

Der letzte Schritt zur Feineinstellung der Erkennungs-Parameter beinhaltet die Einschränkung der Anschlagsdynamik (diese Möglichkeit gibt es erst seit der Version 3.3). Ähnlich der Vorgehensweise zur Ermittlung der kürzesten Notendauer, wählen Sie irgendeine nichtgewollte Note an und betrachten Sie deren Anschlagsdynamik-Wert. In diesem Fall ist der Minimalwert 25. Übrigens: wenn Sie darauf achten, wie Noten in Spuren aufgeteilt werden (um dies deutlich zu sehen, sollten Noten im Spur-Editor mit dem A-Button gewählt werden), werden Sie erkennen, dass Spuren nicht mit Stimmen übereinstimmen. Deshalb deaktivieren wir auch "Trenne die Spuren nach Lautstärke".

Abbildung 11

Öffnen Sie die Erkennungs-Einstellungen, wechseln Sie zu dem Pitch->MIDI-Tabulator und stellen Sie den Minimalen Notenlautstärke-Parameter auf 25. Außerdem entfernen Sie das Häckchen bei Spuren trennen nach Lautstärke.

Das Ergebnis der automatischen Ekennung.

Sie können das Endergebnis der oben beschriebenen Vorgänge unter der folgenden Verknüpfung herunterladen:
Das endgültige Midi-File herunterladen.
Hier können Sie die Konfigurationsdatei, die die Erkennungs- und Equalizer-Einstellungen beinhaltet herunterladen:
Datei mit den Erkennungseinstellungen herunterladen.



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