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Bearbeiten des automatischen Erkennungsergebnis im TrueTone-Editor.

In allen vorherigen Arbeitsschritten haben wir den Editor nur benutzt, um uns das resultierende Midi-File anzusehen. Nun werden wir ihn benutzen, um Unregelmäßigkeiten in der automatischen Erkennung zu beheben. Es wird eine Datei mit dem internen "wne"-Format benutzt. Diese Datei beinhaltet beides: Midi und das Spektrogram, was es uns ermöglicht, die Noten mit der Original-Musik optisch zu vergleichen. Außerdem kann man unterschiedliche Wiedergabearten benutzen, um das Ergebnis zu bewerten. Sie können beispielsweise Audio und Midi synchron abspielen lassen.

Wählen Sie den Wiedergabe->Audio + MIDI-Menüeintrag oder den entsprechenden Button in der TrueTone-Editor-Symbolleiste, um die parallele Wiedergabe zu aktivieren. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie unter Beschreibung der Wiedergabemodi des Editors. Wählen Sie außerdem den Alles wiedergeben-Modus um die gesamte Datei zu hören. Verwenden Sie den Standard-Windows-Mixer, um die Lautstärken der Audio- und Midi-Wiedergabe auf das annähernd gleiche Niveau zu setzen (normalerweise muss die Audio-Lautstärke gesenkt werden).

Audio und MIDI synchronisieren.

Das Erste, was uns auffällt, ist, dass der Einsatz der Midi-Noten hinter dem der Quellaufnahme liegt. Dieses Problem wurde im vorherigen Abschnitt beschrieben. Um es zu lösen, selektieren Sie einfach alle Noten und verschieben Sie sie nach links.

Eine laute Note wurde gewählt und als Basis verwendet. Es ist von Vorteil eine Note zu wählen, die hoch genug ist - 4. oder 5. Oktave. Um genau zu höhren, wann die Note beginnt, lassen Sie nur diese Note zusammen mit der Quell-Audiodatei abspielen. Hierfür verwenden Sie den Spur-Editor), um die gesamte Spur anzuwählen (auf den A-Button klicken der mit der Spur korrespondiert), und schalten Sie alle Noten stumm (mit der M-Taste). Danach verwerfen Sie die Auswahl, indem Sie irgendwo außerhalb der Noten in der Spektrogramm-Ansicht des TrueTone-Editors klicken, selektieren unsere Basis-Note erneut und schalten sie wieder laut. Selektieren Sie dann die gesamte Aufnahme erneut und stellen Sie den Wiedergabe-Modus auf Spiel sichtbaren Bereich und Audio+MIDI. Wenn die selektierte Note zu leise ist, erhöhen Sie ihre Lautstärkde auf den Maximalwert.
Bewegen Sie die Basis-Note (zusammen mit der ganzen Spur) nach links bis der typische Quäck-Klang, der auftritt, wenn Noten asynchron beginnen, nicht mehr zu hören ist. Danach deaktivieren wir die Stummschaltung wieder, indem wir die Auswahl der einzigen nicht stummen Note aufheben und auf der Tastatur das Ì drücken.

Sie können den beschriebenen Vorgang im Demo 12 sehen.

Abbildung 12 (daraufklicken, um das Demo abzuspielen)

Natürlich hängt der Wert, um den eine bestimmte Note hinterherhinkt, von dessen Tonhöhe, seiner Lautstärke und der Klangfarbe des Instruments ab. Aber insgesamt verbessert dieser Arbeitsschritt die Synchronisation. Weitere Verbesserungen erreicht man durch Bearbeitung einzelner Noten. Um diesen Schritt einfacher zu machen, sollten Sie vorher Taktstriche einfügen.

Taktstriche setzen.

Eine ausführliche Beschreibung des Zwecks von Taktstrichen finden Sie in der Programm-Hilfe, aber in diesem Fall brauchen wir sie hauptsächlich als Markierungen, um verschiedene Stimmen miteinander zu synchronisieren.

Legen Sie das Taktmaß fest. Dies können Sie anhand der Begleitung (des Gitarren-Parts) entscheiden. In diesem Fall ist das Maß 4/4.

Das Taktmaß wird in den MIDI-File-Einstellungen angegebgen, die Sie über Tätigkeiten->MIDI Eigenschaften bearbeiten-Menüeintrag öffnen. 4/4 ist der Vorgabewert. Deshalb müssen Sie jetzt nichts ändern.

Es ist manchmal schwierig, die Position der Taktstriche genau festzulegen. Normalerweise kann sie an der Position der Upbeats erkannt werden, manchmal jedoch werden das erste und dritte Viertel im Takt mehr hervorgehoben. In diesem Fall können Sie aus einem Takt zwei Takte machen. Um die Präzession zu erhöhen, mit der die Noten an die idealen Taktpositionen angeglichen werden können, empfiehlt es sich ohnehin, möglichst kurze Takte festzulegen.

Eine bequeme Möglichkeit, um die Taktstriche zu setzen, ist das Tapping-Werkzeug. Benutzen Sie es, um die Taktanfänge nach Gehör festzulegen. In unserem Fall ist die tiefste Note der Begleitung die Basis, deren Position als Anfang des Taktes gilt. Hören Sie sich die Aufnahme an und klopfen Sie zuvor den Takt mit, um ihn zu üben.

Bewegen Sie zuerst die Abspielposition zum Anfang des Stücks. Am bequemsten geht das, wenn in der Notenübersicht das rote Ausschnittsrechteck ganz nach links gezogen wird. Öffnen Sie dann das Tapping-Werkzeug, indem Sie den Werkzeug->Tapping Werkzeug-Menüeintrag oder den -Button in der Symbolleiste anwählen. Wälen Sie den Audio-Modus und kalibrieren Sie Ihr Tapping durch Klicken auf den Latency-Button. Der Wiedegabe-Tabulator der TrueTone-Editor-Einstellungen erscheint. Dann sollten Sie auf Wave Latency klicken, dadurch öffnet sich der Verzögerung beim Tapping kalibrieren-Dialog, wo Sie den Unterschied zwischen dem Audio-Metronom und Ihren Tastatureingaben messen können (am angenehmsten ist es, die Leertaste zu benutzen). Drücken Sie einmal auf die Leertaste und das Programm startet das Metronom. Drücken Sie weiterhin im vorgegebenen Rhythmus die Leertaste. Wenn der Takt vorüber ist, klicken Sie auf OK. Das Messergebnis sehen Sie im Wave Latency-Feld.
Nach der Kalibrierung beginnen Sie damit, Taktstriche eiunzufügen. Sie müssen nur die Leertaste jedesmal, wenn die Begleitung die tiefste Note spielt, betätigen. Nachdem Sie dies für das gesamt Stück gemacht haben, schließen Sie den Tapping-Dialog.
Lassen Sie sich die Taktnummern in der Zeitleiste anzeigen, indem Sie hier rechts klicken und im erscheinenden Kontext-Menü Takte zeigen anklicken. Seit Version 3.3 können Takt und Zeit zusammen angezeigt werden.

Die Begleitung bearbeiten.

Nun beginnen wir damit, das Stück händisch zu bearbeiten. Das ist der schwierigste Teil des Erkennungsprozesses, aber der TrueTone-Editor macht es wesentlich einfacher. Beginnen Sie diese Aufgabe in den ersten drei Sekunden des Stücks. Wenn Sie hier reinhören, werden Sie unschwer feststellen, dass hier keine Flöte vorkommt, sondern nur die Gitarre die Begleitung spielt. Die Flöte setzt erst nach 3,8 sek. ein. Um alle unnötigen Noten zu entfernen, benutzen Sie den Noten-Filter. Die höchste Note in diesem Part ist das F-3. Deshalb selektieren Sie alle höheren Noten, die früher als 3,9 sek. beginnen. Wie der Noten-Filter benutzt wird sehen Sie in Demo 13.

Abbildung 13 (anklicken, um das Demo abzuspielen)

Angewählte Noten können durch drücken der Entf.-Taste oder mit dem Bearbeiten->Entfernen-Menüeintrag gelöscht werden.

Nun machen wir mit der Bearbeitung der Begleitung zwischen Position 0 und 3,9 sek. weiter. Man kann sehen, dass die Note D-3 in dem Demo aus vielen aufeinander folgenden Noten der gleichen Höhe entstanden ist. Dies gescxhieht, wenn Noten noch nicht ausgeklungen sind, bevor sie erneut gespielt werden. Es ist nötig, diese Note in mehrer Noten aufzuteilen. Wenn man in diesen Ausschnitt hereinhört, stellt man fest, dass die Note D-3 drei Mal gespielt wird: das erste Mal, wenn die lange Note beginnt; das zweite Mal zusammen mit F-3 und das dritte Mal kurz nach dem zweiten A-2. Am einfachsten geht es, die Ausgangsnote drastisch zu kürzen und sie dann an die Stellen zu kopieren, wo sie hingehört. Sie können die gesamte Prozedur in Demo 14 sehen:

Abbildung 14 (anklicken, um das Demo abzuspielen)

Abbildung 15 (anklicken, um das Demo abzuspielen)

Sehen Sie sich den Anfang des Stücks an - bis zur Position 1,4 Sekunden. Das erste D-3 ist kurz und leise und kann entfernt werden. Selektieren Sie dann die ersten drei Noten (vergewissern Sie sich, dass nur diese drei selektiert sind - die Anzahl der selektierten Noten sehen Sie in der unteren rechten Ecke des Editors) und stellen Sie die Wiedergabe auf Auswahl abspielen und Audio.
Sie können hören, dass eigentlich vier Noten an dieser Stelle gespielt werden, aber nur drei in der Midi-Notation sind. Klicken Sie nacheinander auf die drei erkannten Noten, während Sie gleichzeitig die STRG-Taste gedrückt halten. Dadurch wird nur die angeklickte Note gespielt. Dadurch können wir erkennen, dass die vierte Note, die höchste, fehlt. Es ist ein F-3, was Sie feststellen können, indem Sie die nächste Note mit der gleichen Höhe mit gedrückter STRG-Taste anklicken. Deshalb kopieren wir sie auf die Position der fehlenden Note. Die gesamte Prozedur sehen Sie in Demo 15.

Abbildung 16 (anklicken, um das Demo abzuspielen)

Nun fixieren wir die Position des ersten Taktstrichs - sie muss mit dem Einsatz der ersten Bassnote D-2 übereinstimmen. Sie sollten sich vergewissern, dass die Midi-Note und die entsprechende Note in der Audio-Aufnahme gleichzeitig klingen. Sie haben diese Operation bereits durchgfeührt, aber damals wurde die gesamte Spur bewegt, wohingegen diesmal die Position einer einzelnen Note von Interesse ist. Daher sollte der Wiedergabe-Modus geändert werden, genaugenommen auf den Auswahl abspielen-Modus. Nachdem Sie die genaue Position der Bassnote festgelegt haben, fügen Sie einen Taktstrich ein und schieben Sie alle Noten, die zur selben Zeit gespielt werden an diesen Taktstrich (s. Demo 16).


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