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Beachten Sie, dass die Begleitung in den ersten 12 Sekunden wiederholt wird. Dannach wird die tiefeNote D-2 durch die Note ersetzt, aber das Rhythmusmuster bleibt gleich. Mit diesem Wissen kann die Bearbeitung deutlich einfacher werden - man passt einfach den Rest des Stücks an den ersten Takt an. Sie können den ersten Takt an die Position nach 12 Sekunden kopieren, nachdem Sie dort alle Noten unterhalb F-3 gelöscht haben. Es ist aber sinnvoller, die bereits existierenden Noten zu bearbeiten, obwohl es aufwändiger ist, weil dadurch die Dynamik-Nuancen des Originals erhalten bleiben. Genauso wie die erste Note, das D-2 zur Audio-Aufnahme synchronisiert wurde, synchronisieren wir jetzt den Rest der Noten und machen gleichzeitig die Positionen der Taktstriche präziser. Es gibt Stellen, an denen die Bassnote fehlt, die aber leicht durch die Anzeige des Spektrograms oder vorhandene Taktstriche ersetzt werden kann. Ihre Anschlagsstärke ist ungefähr die gleiche wie bei vergleichbaren Noten in anderen Takten - sie liegt in diesem Fall bei 60. |
Nun sollten Sie die Länge dieser Bassnote festlegen. Dies ganz präzise zu machen, ist schwierig, weil man das Ende einer Note immer ungenauer hört als den Einsatz. Aber ein geschätzter Wert von einer halben Note scheint richtig zu sein. Durch die gestrichelten Taktstriche ist die Anpassung leicht durchzuführen. Jeder Takt wird automatisch von ihnen aufgeteilt. Abbildung 17 zeigt das Ergebnis - einige Takte mit Bassnoten und korrekten Taktstrichen. |
Auf die gleiche Art kann man rückschließen, dass die Note G-2 beginnt, wenn die Note D-2 endet. Übrigens kann man hören, dass die Noten dieser Passage gleichmäßig verteilt sind. D.h., die vier Noten G-2, A-2, D-3 und F-3 sind gleichmäßig verteilt und besetzen den halben Takt. Wenn Sie 2/4 durch 4 teilen, erkennen Sie, dass die Länge jeder Note dieser Passage 1/8 ist. |
Finden Sie die Länge des haben Taktes in Millisekunden durch die Note, die genau einen halben Takt lang dauert, heraus: 535 ms. Daraus folgt, dass die Länge einer Achtel-Note ca. 135 ms. beträgt. Das Demo 18 zeigt, wie man für alle Noten in dieser Passage die gleiche Notenlänge festlegt. Danach sollten sie alle inetwa der zweiten Hälfte des Taktes liegen. Das Ergebnis können Sie in den ersten zwei Takten von Abbildung 19 sehen. |
Sie können auch die spezielle Quantize-Funktion verwenden, um zum gleicghen Ergebnis zu kommen. Diese Möglichkeit besteht seit Version 3.3. Wenn die Taktstriche bereits definiert sind, werden Noten, die nahe den Taktpositionen liegen, automatisch anhand des Einsatzes und der Notendauer in das eingestellte Raster gezwungen. Hiermit können auch ganze Notengruppen gleichzeitig in Anfang und Länge quantisiert werden. Selektieren Sie eine Gruppe von Noten und öffnen Sie den Bearbeiten->Quantisieren...-Menüeintrag. Demonstration 20 zeigt, wie Sie dieses Feature für die aktuelle Passage verwenden können.
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Nun ist die Begleitung in den ersten 12 Sekunden gesäbert. Nun können Sie sie als seperate Spur extrahieren. Erzeugen Sie hierfür eine neue Spur und selektieren Sie alle Noten, die hierein gehören - das geht auch automatisch mit dem Auswahl-Filter, indem Sie alle Noten spezifizieren, die bis zu F#-3 und zwischen 0 und 11,95 Sekunden liegen. Auswahlfilter-Datei, die die Begleitung extrahiert, herunterladen Öffnen Sie die Noteneigenschaften für die selektierten Noten und stellen Sie Kanal und Spur auf 2, und Instrument auf Accoustic Guitar. Den gesamten Prozess sehen Sie in Demo 21. Nun beginnen wir, die Stimme zu bearbeiten. Sie können in nebenstehendem Bild genau sehen wo die Flöte einsetzt. Nachdem Sie im Audio-Modus die abgebildete Stelle angehört haben, erkennen Sie ohne Schwierigkeiten, welche Noten zur Melodie gehören. Spielen Sie die Noten einzeln (mit STRG + Mausklick), um zu entscheiden, welche Noten es im einzelnen sind (in Abbildung 22 sind sie selektiert). Wir können sofort eine neue Spur erzeugen (Flöte) und die selektierten Noten hierein verschieben. Das funktioniert genauso, wie wir es in dem vorangegangenen Abschnitt mit der Gitarre gemacht haben. Danach können Sie alle unnötigen Noten mit dem Auswahlfilter wälen und löschen - löschen Sie einfach alle Noten, die zwischen den Positionen 3,7 und 7,1 Sekunden liegen, oberhalb von F#-3 sind und nicht der dritten Spur angehören (diese Kriterien-Kombination kann leicht im Auswahlfilter vorgenommen werden). Wir können eine neue Spur erzeugen (Flöte) und die selektierten Noten hierhin verschieben. Es ist das Gleiche, wie im vorigen Abschnitt mit der Gitarre. Dannach können wir einfach alle unnötigen Noten mit dem Auswahlfilter entfernen - wir entfernen einfach alle Noten, die zwischen 3,7 und 7,1 Sekunden liegen, höher als F#-3 sind und nicht zur dritten Spur gehören (Diese Auswahlkriterien können leicht im Auswahlfilter definiert werden, beachten Sie Abbildung 23 und die entsprechende Auswahlfilter-Einstellung, die alles wählt außer der Stimme). |
Die Auswahlfilter-Datei, die alles außer der Stimme wählt, herunterladen.
Wenn Sie Entf drücken, bleiben nur die Noten übrig, die zur dritten Spur gehören - die Flöte, also die Stimme. |
Es gibt zwei schwierige Stellen in dem Stück, wo Abschläge die gezupfte Begleitung ersetzen. Gitarren-Abschläge sind recht schwierig mit Midi-Equipment zu imitieren, desshalb werden häfig Arpeggios verwendet. Eine dieser Stellen beginnt bei der 49. Sekunde. Als erstes verwenden wir das Wiedergabe-Werkzeug (erst seit Version 3.3 verfügbar), um den Klang der Noten mit der Quellaufnahme an jeder Stelle zu vergleichen. Sie sehen diesen Vorgang in Abbildung 24. Um den natürlichen Klang zu erhalten, sind 5 Noten pro Akkord genug (natürlich hat eine Gitarre 6 oder gar 7 Saiten, da aber Begleitungen normalerweise nur als Harmonien ohne eine spezielle Anzahl von verwendeten Saiten wahrgenommen werden, kann man das Arrangement hier in dieser Form vereinfachen). Wenn Sie sich dieses Fragment im Audio-Modus anhören, können Sie leicht die Zahl der Schläge mitzählen. Der Akkord wird in dem Teil, das in Abbildung 25 gezeigt wird - von 48,8 bis 50 Sekunden, 5 mal gespielt. JHetzt wählen wir eine der Noten dieses Akkord (hier D-3) und wiederholen ihn 5 mal. Verwenden Sie Auswahl abspielen und Audio + Midi-Modes zu Hörkontrolle und verschieben Sie die Noten bis sie synchron zu den Akkordabschlägen in der Quellaufnahme sind. Als Ergebnis bekommt man annähernd das, was in Abbildung 25 zu sehen ist. Danach sollten Sie den Akkorden die fehlenden Noten zuweisen (oder überflüssige entfernen) und sie, entsprechend der vorher nach Gehör platzierten Noten, an die richtige Positionen schieben. Hierfür kann man sich bequem des Anordnen-Features bedienen (erst seit Version 3.3). Das erlaubt es, die Einsätze und Enden der Noten in der selektierten Gruppe zu synchronisieren. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass Gitarrensaiten bei einem Akkordabschlag eine nach der anderen gespielt werden, so dass sie nicht gleichzeitig angeschlagen werden. Obwohl der Versatz nicht besonders groß ist, erzeugt er doch den typischen Klang eines Gitarrenakkords. Als Regel: Beim ersten Schlag geht die Hand von oben nach unten, was zum Ergebnis hat, dass die tiefste Note zuerst gespielt wird. Demo 26 zeigt, wie ein Akkord erstellt wird. Alle Akkorde werden auf die gleiche Weise erzeugt. Die vorläufige Midi-Datei herunterladen. Wenn Sie sich diese Midi-Datei anhören, werden Sie feststellen, dass die Stimme teilweise hinter der Beglöeitung herschleppt, was zu einem unnatürlichen, "zerrissenem" Rhythmus führt. Man könnte jetzt leicht alle Noten erkennen, die noch zurechtgeschoben werden müssen, doch es ist empfehlenswerter, die Noten zu den Taktschlägen zu quantisieren, damit das Ergebnis als Notationsgrundlage verwendet werden kann. Dies machen Sie mit der Quantisierungs-Funktion, die bereits weiter oben beschrieben wurde. Außerdem können Sie noch die Tonart in den Midi-Optionen auf Dm einstellen. Ganz zum Schluss können Sie noch die Spuren ordnen. Erste Spur wäre dann die Flöte, zweite Spur die Chili und die letzte Spur ist die Gitarren-Begleitung. Das geht recht einfach: die gesamte Spur anwählen und in den Noteneigenschaften der selektierten Noten die Kanalnummer ändern. Hierbei müssen Sie darauf achten, keine Kanalnummer einer bereits existierenden Spur einzustellen. In diesem Fall würden sich die beiden Spuren vermischen. Man könnte den Spuren auch noch unterschiedliche Farben zuweisen, um sie im TrueTone-Editor übersichtlicher zu gestalten. Einfach auf das farbige Quadrat klicken und die gewünschte Farbe angeben. |
Erkennungsergebnisse.
Das oben Beschriebene führt zu diesem Ergebnis: Es ist dann möglich, die Midi-Datei in einem Notationsprogramm zu öffnen und feststellen, dass das endgültige Notat gut lesbar ist. Hier ist ein Beispiel der ersten Seite des Endergebnisses - gesetzt und gedruckt mit Sibelius:
Abbildung 27
Anmerkung: Damit Ihr Notensatzprogramm die Takte richtig interpretiert, sollten Sie einstellen, dass es auf Tempo-Wechsel reagiert. Einige Programm können das gar nicht, bei andere muss man dies explizit einstellen. Konsultieren Sie das Handbuch Ihres Notationsprogramms für genauere Informationen.
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